Regisseurin zu Gast

15.11.2008

Pubertät ? − x ? ! − ein besonderer Elternabend am MWG

„Nicht wir verändern uns, sondern unsere Eltern verändern sich.“ – so ähnlich lautete die Aussage eines Mädchens, das gerade die Zeit der Pubertät erlebt, in einem Teil einer fünfteiligen Serie zum Thema Pubertät von Dominique Klughammer. In einer Langzeitstudie hat Frau Klughammer drei Mädchen und drei Jungen aus Deutschland drei Jahre lang in der Zeit der Pubertät mit der Kamera begleitet. Heraus kam dabei eine interessante, spritzige und sehr informative Produktion. Ein 26 Minuten langer Teil dieser Serie wurde als Einstieg für einen besonderen Elternabend am 13. November 2008 am Maria-Ward-Gymnasium ausgewählt. Obwohl das Thema des Films ja kein einfaches ist, wurde bei der Vorführung mehrmals gelacht. Ernsthaftes unterhaltsam vorgestellt, diese Methode begleitete den ganzen Elternabend.

Filmemacherin Dominique Klughammer: Ehemalige Schülerin am Maria-Ward-Gymnasium

Zu diesem besonderen Elternabend lud neben der Schule auch der Maria-Ward-Kreis e.V. herzlich ein. Ihm war es gelungen, die Filmemacherin Dominique Klughammer für einen Vortrag am MWG zu gewinnen. Die Regisseurin und Autorin, die die Sendung 37° mit gestaltet, erhielt 2004 für ihren Film „Jung, erfolgreich, arbeitslos“, der im ZDF gesendet wurde, den Bayerischen Fernsehpreis. Frau Klughammer ist eine ehemalige Schülerin des MWG, sie absolvierte nach dem Abitur ein zweijähriges Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung und wurde anschließend als Lokal-Redakteurin übernommen. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Dominique Klughammer ist durch ihre interessanten und feinfühligen 37- Grad- Reportagen bekannt geworden.

Frau Hoffmann begrüßte als Vorsitzende des Maria-Ward-Kreises die anwesenden Eltern und Lehrer und lud alle ein, den Filmausschnitt von Frau Klughammer anzusehen. Nach der Filmvorführung moderierte Frau Pawlak geschickt die Podiumsdiskussion, die keine Minute langweilig zu werden drohte. Auch Frau Pawlak ist eine ehemalige Schülerin des MWG. Ab 1997 arbeitet die Journalistin beim FOCUS im Ressort „Reportage / Brennpunkt“, das sie seit 1999 leitet. Unter anderem erhielt sie 2002 den Mitteldeutschen Journalistenpreis und den Ravensburger Medienpreis. Frau Pawlak gliederte die Podiumsdiskussion in mehrere thematische Einheiten, so dass alle wichtigen Aspekte des Themas zur Sprache kamen: Eltern zwischen Verständnis und Grenzsetzung, Krisensituationen in der Pubertät, Problemfeld Schule, die heimlichen Miterzieher (z.B. die Clique) und Jugendliche und Sexualität.

Lebendige Diskussion auf dem Podium

Die Podiumsteilnehmer gaben wertvolle Tipps zum Umgang von Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern in dieser schwierigen und wichtigen Zeit. Sich genau zu überlegen, wann man was wie der Tochter sagt oder auch nicht sagt, betonte Herr Dr. Flosbach, der in dreifacher Funktion als Vater, Elternbeiratsmitglied und Psychologe die Diskussion begleitete. Bestätigung bekam er dafür von Julia Weyrauther aus der K 13, die als Schülersprecherin am MWG und als jüngste Teilnehmerin der Zeit der Pubertät am nächsten stand. Sie war der Meinung, dass viel davon abhinge, wie der Ton sei. Außerdem schlug sie vor, den Jugendlichen Freiräume zu gewähren. Im Unterricht Projekte durchzuführen, in denen die Jugendlichen ihre Ideen verwirklichen können und ernst genommen werden, war auch die wichtige Botschaft der Unterstufenbetreuerin Frau Ehmann und des Mittelstufenbetreuers Herrn Lochner. Frau Klughammer vermittelte den Zuhörern und Zuhörerinnen interessante Einblicke in ihre Tätigkeit. Mit vielen Eindrücken, die zum Nachdenken oder auch zum Ausprobieren anregten, konnten die Zuhörer entweder zu den sich anschließenden Klassenelternabenden oder nach Hause gehen.

E. Noppen-Eckart